Herzlich willkommen!


 

Zur Hochzeit (I)

 - ein Gedicht für Marion und Ludwig -
(weiter unten: Datei zum Ausdrucken)

Liebes Brautpaar, liebe Gäste,

gute Freunde und Bekannte

Onkel, Opa, Schwager, Tante,

die sich zu dem Hochzeitsfeste

hier nach Edenland begaben,

und nun alle Hunger haben.

 

Keine Angst, es wird nicht lang,

was ich hier noch sagen will.

Eine paar Worte, `fang gleich an.

Liebe Kinder, seid kurz still.

 

Ein Blick zurück in längst vergangne Tage

der birgt viel Wehmut, keine Frage.

 

Den Ludwig kenn ich lange schon,

denn Edenland war meine zweite Heimat.

nun ist ist er d´ran, der einzige Sohn

- Zeit wird´s, dass er endlich heirat.

 

Zu Ludwigs Werdegang,

sag ich nun ein paar Worte,

es ist ein halbes Leben lang,

seitdem ich kenne all die Orte

an denen wir als Kinder waren,

in jungen wie in später´n Jahren.

 

Am Hof spielt Ludwigs erste Zeit,

im Kindergarten war er nicht.

die Schule hat ihn nicht gefreut,

jedoch, er tat schon seine Pflicht.

 

Als and´re noch mit Autos spielten,

da hatte Ludwig seine Hasen,

mal einen Schafbock, dann ein Schweinchen,

und samstags mäht er Rasen.

 

Und weil ihm Arbeit Freude macht,

hat er´s bald zu Geld gebracht

Bulldogfahren konnte er schon früh,

drum fehlte er beim Hopfenzupfen nie.

 

Das Geld tat Ludwig oftmals spar´n,

und kauft sich später einen „Karrn“:

ein Moped für den jungen Herrn,

an das erinnert man sich gern.

 

Bleibt etwas Zeit den Abend ´rein,

dann geht es über Stock und Stein,

in den Wald, hinter zum Weiher,

da baut bereits der junge Kreitmeier.

 

Des Ludwigs Freunde reichen weit.

Mit ihm verbringt man gerne Zeit.

Da Lackerbauer Sepp, und I und da Rul vo´ Schwendt.

An „Lugge“ hat a jeder kennt.

 

Doch der Ernst des Lebens holt ihn ein.

Schule und Lehre müssen sein.

BGJ-Winterschule und Geselle,

das alles geht nicht auf die Schnelle.

Doch mit den Jahren, das beweist er,

wird aus dem Ludwig bald ein Meister.

 

Ein Meister, der den Hof verdient,

der Senior tut, was sich geziehmt.

Im Jahr 2000 gibt man über,

gewartet hätt´ man noch viel lieber!

 

Es folgen Bauten, Hallen, Ställe für die Sau,

doch was noch fehlt, ist eine Frau.

Doch anstatt endlich mal zu suchen,

tut Ludwig lieber Reisen buchen.

Nach Rab, Italien und nach Lourdes.

es zieht ihn in die Ferne furt.

 

Nur Samstags meist, da geht er aus,

zum Eberl, Holmer oder früher auch zum Daus.

Später noch zum Peter Pan, ins Halli Galli.

Ludwig, du wirst älter: dalli dalli!

 

Doch dieser lässt sich gerne Zeit,

ist lieber für die Feuerwehr bereit.

Pfarrgemeinderat, Burschenverein,

Mensch Ludwig, lass das endlich sein!

Marianische Männerkongregation?

Jetzt rette du ihn, Marion!

 

Die Bitte wurde bald erhört,

dass nicht der Ludwig vierzig werd´,

bevor er jemand findet,

an den er sich dann endlich bindet.

 

Auf Marion fiel des Schicksals Zeiger,

doch weiß ich hier nicht recht viel weiter.

Sie kommt aus Sandelzhausen, einem Ort,

so 15 Meilen von hier fort.

Und wer die Dame näher kennt:

bei der BMW ist sie Disponent.

Und sonst - der Onkel drängt - was sie noch kann?

Ein Glück, sie kann mit Bulldog fahr´n.

Und außerdem ist sie jung an Jahren,

was kann einem besseres widerfahren?

 

Es war der Geburtag unsres „Luck“,

da tat das Schicksal einen Ruck.

Per Zufall sah´n sich da die beiden,

und konnten sich auch halbwegs leiden.

 

Ein wenig später – (dalli, dalli!),

da traf man sich im Halli Galli,

in einer Disco, die so heißt,

weil es dort „abgeht“ allzumeist.

 

Dem Tanzen folgt ein Pizzaessen,

nach dem sich beide nicht vergessen.

Dann Burschenball, Geburtstagsfeier,

man kommt sich näher…. die alte Leier.

 

(Bei alldem ward mir aufgetragen,

auch einer Roswitha Dank zu sagen.

Was mag sie auch geholfen haben -

ihr beide müsst euch jetzt ertragen!)

 

Und heute ist erst erster Tag,

wer weiß was das Leben noch bringen mag.

 

Bevor ich schließe, noch ein Blick

auf „unsern Sellmerhof“ zurück.

 

Es trifft die Onkeln und die Tanten,

doch auch die weiteren Verwandten,

die oft und gerne kehrten ein:

ins Haus der Vaters, Opas, Bruders heim.

 

Wer dort geboren, groß geworden ist,

der hat dies´ Stückchen Heimat oft vermisst.

Kehrt gern zurück zum Ursprung seiner Tage,

ein Ort der Erinnerung, keine Frage.

Wenn ihr erlaubt, wir kommen wieder, gern als Gast,

und werden dabei nicht zur Last!

 

Für euch soll dieser Ort zum Segen werden,

für euer Wohl, solang ihr lebt auf Erden.

Mit diesem Tag beginnt der erste Schritt,

nehmt unsre besten Wünsche dabei mit.

 

Mit diesen Worten lass´ ich es bewenden,

So lasst mich nun in Gottes Namen enden,

liebes Brautpaar, liebe Gäste und Verwandte,

und wen ich bisher noch nicht kannte.

 

Auf euren und des Brautpaars Wegen,

wünsch ich allzeit viel Glück und Segen!

Zur Hochzeit (II)

 - ein Gedicht für Martina und Erwin -
(weiter unten: Datei zum Ausdrucken)

Liebes Brautpaar, liebe Gäst',

schon wieder ist ein Hochzeitsfest,

zu feiern hier in Edenland,

beim Wirt, der uns schon wohlbekannt.

Grad´ vier Wochen ist es her,

dass so mancher hier gesessen,

gut getrunken und gegessen,

Kaffee, Wein und vieles mehr.

 

Vier Wochen lang herrscht Marion

über Luck und Ludwig schon,

hat die Sache gut begonnen,

und unser aller Herz gewonnen.

 

Nun verlässt das letzte Kind,

aus dem Sellmerhof geschwind

das warme elterliche Nest

und hängt sich woanders fest.

 

Von Matina ist die Rede,

- Ludwigs jüngster kleiner Schwester -

nun ein Wort zu ihrem Leben,

ich will euch kurz Auskunft geben.

 

Geboren neunzehnsechsundsiebzig

kam sie sechs Wochen  zu früh,

war als Kind schon immer wepsig,

viel Geduld braucht man… und viele Müh´.

 

Gottseidank war Ludwig stets zur Stelle.

Wenn die Tina wieder bockt,

eilt er her in großer Schnelle,

wenn sie in der Ecke hockt.

 

Ein Lichtblick war der Kindergarten,

wohin sie gern gegangen ist,

will mit dem Lesen gar nicht warten,

denn - damit ihr's wisst -

sie will die Fernsehzeitung lesen,

das ist ihre Absicht g´wesen!

 

Wo ein Weg, da war ein Wille.

Denn Martina war recht stur,

bald schon braucht sie eine Brille,

wegn´m Fernschau´n rund um die Uhr!

 

Damit ist jedoch bald Schluss,

als sie zu den Ursulinen muss.

Man sieht, welch Glück sie dennoch hat:

erpart bleibt ihr das Internat.

 

Wie sie lernt, oh, fragt nicht nicht nach!

Physik - Chemie? Mit Ach und Krach!

Im Rechnungswesen fasst sie Mut,

da war die Leistung ziemlich gut!

 

Bei Hausaufgaben streikt die Göre,

sie will nicht auf die Lehrer hören,

Doch Rita stand hier allzeit

mit ihre Hilfe stets bereit.

Und so gelingt mit aller Kraft,

dass sie die Schule halbwegs schaft.

 

Danach - das ist so manchem nicht geheuer,

da dreht sich ihre Arbeit um die Steuer.

Wenn wir von Steuer g´rade reden,

dann kommt das Steuerrad mir jetzt gelegen.

Wir fangen mit dem Bulldog an,

den Tina nicht recht fahren kann.

Ein Trauma aus der Kindheit Tage

ist schuld daran, gar keine Frage.

An einem Silo ist sie angefahren,

als Kind einmal, in jungen Jahren.

 

Der Schreck war groß, da Luck hat plärrt,

und ´s Bulldogfahrn hat´s a aufg' hört.

Für´s Autofahrn der Führerschein,

der sollte auch nicht einfach sein,

er kostete gar viele Stunden,

und sicher manche Extra-Runden.

 

Im Urlaub geht es in die Ferne,

Martina reist durchaus recht gerne.

Mallorca, Wien, Ägyten, Rügen,

nach Rom tut sie mit Rita fliegen.

Mit ihrer Freundin Claudia,

nach Griechenland und Madeira.

AIDA - Kreuzfahrfahrt, und oho,

mit Erwin bald nach Mexiko!

 

Bald ist der Erwin an der Reihe,

doch erst kommt eine Fahneneweihe.

Um 97, hier in Edenland,

war eine Festdame bekannt,

die Kreitmeier Martina hieß....

und Jahre später nach Schmatzhausen stieß.

Dort haben beide sich gefunden,

hier starten ihrer beider Stunden.

Es war so um 2002,

in der Schmatzhaus´ner Fahnenweih´.

Danach vergehen gut zwei Jahr,

was wohl ein Test für beide war;

sie war´n sich dann noch recht gewogen,

so ist Martina umgezogen.

Nach Eulenbach, wo wir schon waren,

da leben sie seit ein paar Jahren.

 

Sie sind dabei nicht ganz allein,

ein Kater und ein paar Entelein

bewohnen Hof und Haus -

das baut der Erwin grade aus.

 

Denn dieser hat zum Glück

ein großes handwerkliches G'schick.

Als Schreiner hat er einst begonnen,

- ein Schreibtisch als Gesellenstück -

und dann den Weg zur BMW genommen.

 

Dazwischen kam die Bundeswehr,

gleich hier beim Rottenburger Militär.

 

Als er noch jung gewesen war,

da hatte er lockiges Haar,

nicht so wie jetzt, der kurze Flaum,

die Haare waren alle braun.

Doch besser wenig Haar als lauter Grau

aufgrund einer boshaften Frau!

 

Den Erwin zieht man gerne zu Rate,

als Fahnenträger, als Taufpate.

In einem Ortsverein war er bekannt,

den man die "Wasserreserve" g´nannt.

Ein Schmuckstück einst an diesem Ort,

war sein goldfarbener Escort.

Doch das war vor vieler Jahr.

Ein neues Schmuckstück ist jetzt da.

Martina wird nun Einzug halten

und an sich nehmen die Gewalten.

 

Drum, Erwin, hab gut Acht,

was die Frau Brunner da so macht.

Seit letztem Jahr heißt sie schon so,

und du natürlich sowieso.

Ihr habt euch beide wohl erprobt,

und heute "Lebenslänglich" ausgelobt!

 

Für diesen langen Weg ins Leben,

da wünschen wir euch Glück und Segen.

Ihr sollt euch gegenseitig tragen,

in guten wie in schlechten Tagen.

 

Der vielen Tage allerbeste,

ist jedoch heut, an euerm Feste.

Drum wünsch´ ich nun der frohen Runde

noch manche frohe Stunde.

 

Auch wenn wir abends auseinander geh´n,

so werden wir uns doch bald wiedersehn.

Ein froher Anlass, der ist schnell gegeben,

ein runder Geburtstag, ein neues Leben.

 

Für heute will ich Ruhe geben,

dem Brautpaar wünsch´ ich Glück und Segen!

 

 

-> Das Gedicht ZUM AUSDRUCKEN (als Word-Datei)

-> Das Gedicht ZUM AUSDRUCKEN (als Word-Datei)

size=2 width="100%" align=center>


  zur Internetseite des bekannten Lyrikers:
www.Hoegl.net





Zu guter Letzt: Zwei Bilder aus der guten alten Zeit:
Hofansichten aus Edenland

 

 

Contact the
webmaster